23. Anleitung zum Menschsein!

Aktualisiert: 12. Juni 2020


Das Leben als Mensch beginnt im Strafrecht mit dem Anfang der Geburt und endet mit dem Hirntod des Patienten (Lackner/Kühl, 28. Auflage 2014, vor §211 Rdn, 3ff.). Als Person jedoch wird im Recht jemand bezeichnet, der rechtsfähig und handlungsfähig ist. Rechtsfähig bedeutet die Fähigkeit, Rechte und Pflichten zu tragen. Handlungsfähigkeit meint die Fähigkeit, rechtswirksam zu handeln, die sogenannte Geschäftsfähigkeit. Der Mensch ist also nicht rechtsfähig, das ist nur die Person. Dafür ist die Person nicht deliktfähig, denn diese ist ja nur eine juristische Fiktion, deshalb muss der Mensch aus Fleisch und Blut die Deliktfähigkeit übernehmen. Deshalb versucht man uns ja ständig dazu anzuhalten, dass wir als Mensch uns mit der Person identifizieren sollen, denn damit muss der Mensch den Mist einer juristischen und fiktiven Person ausbaden.

Eine Person ist jedoch laut Webster´s Dictionary von 1828 eine Maske, genauer gesagt die eines Schauspielers. Laut (26 USC §6621 (b) und §7343) ist es ein Bediensteter einer Korporation. Das Wort Personen beinhaltet alle Kinder, Firmen, Verbände, Unternehmen, Partnerschaften, Estates, Trusts, Syndikate, Stiftungen und Körperschaften. Ein Mann oder ein Weib kommen in dieser Aufzählung der U.S.Statutes nicht vor. Die Geburt der juristischen Person ist allerdings nicht der Tag Ihrer persönlichen Geburt, sondern das Ausstellungsdatum Ihrer Geburtsurkunde auf dem Standesamt. An diesem Tag wird Ihre juristische Person erschaffen. Der Begriff juristische Person bezieht sich auf Organisationen und Personenmehrheiten, denen das Privatrecht oder das öffentliche Recht die Fähigkeit zuspricht, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. Dazu gehört auch die Fähigkeit klagen zu können und verklagt zu werden.

Nach dem Privaten Recht sind juristische Personen unter anderem Vereine (§§ 21ff. BGB) und die privatrechtliche Stiftung (§§80 ff. BGB), aber auch Aktiengesellschaften und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Ihre Rechtsfähigkeit erlangen diese nach ihrer vertraglichen Errichtung durch das Gesetz, also durch Geburtsurkunde bei einem Menschen. Gemäß Artikel 19, Absatz 3 des GG können juristische Personen jedoch nur dann Grundrechtsfähig sein, wenn das in Frage kommende Grundrecht seinem Wesen nach auf die inländische juristische Person anwendbar ist, es also weder an die physische Existenz natürlicher Personen noch an die natürliche Eigenschaft des Menschen anknüpft.


Wie bitte? Aber genau das macht man doch mit uns. Man nutzt unsere juristische Person, bringt und dazu, dass wir zum Beispiel durch Tragen des Personalausweises uns als solche in der Öffentlichkeit und vor Gericht identifizieren, mit Ihr in Resonanz gehen, denn nur der Mensch ist deliktfähig. Aber juristische Personen haben wir gerade erfahren, haben keinerlei Rechte, auch keine Grundrechte. Erklärt sich Ihnen vielleicht jetzt ganz vieles? Wenn wir uns als juristische Person ausgeben, sind wir absolut ohne Rechte unterwegs und man kann mit uns machen, was man will. Und spätesten hier fällt uns wieder der berühmte §10 des BGBEG ein:

„Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört.“

Also sollten wir uns ergo, nicht länger als Person betrachten und ebenso die Mitgliedschaft zur BRinD aufkündigen!

In §7 des BGBEG ist Folgendes zitiert:

„Die Rechtsfähigkeit und die Geschäftsfähigkeit einer Peron unterliegen dem Recht des Staates, dem die Person angehört. Dies gilt auch, soweit die Geschäftsfähigkeit durch Eheschließung erweitert wird.“

Das heißt nichts anderes, als das auch eine Heirat nur einen Geschäftsvorgang darstellt. Und auch hier wie im Band Eins zur Auffrischung noch einmal den §17 HGB:

„Die Firma eines Kaufmannes ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.“

Nun sind wir also Teil eines groß angelegten Firmenkonstruktes. Unser Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt äußerte sich einmal in einer Fernsehsendung mit folgenden Worten dazu:

„Tatsächlich aber sind die europäischen Völker, ihre Staaten, ihre nationalen Volkswirtschaften alle Unternehmen, von der Entwicklung der Welt, von der ich sprach auf das stärkste berührt. Sie wissen es nur noch nicht. Sie haben es nur noch nicht verstanden.“

Wie Ihnen aus Band Eins mittlerweile gut bekannt sein dürfte, trifft das auch auf die Polizei, die Gerichte, alle Städte und ehemaligen behördlichen Einrichtungen zu. Die Eröffnungsbilanz meiner Stadt ist aus dem Jahr 2008.

Meiner Meinung nach werden die Menschenrechte auf der Welt größtenteils eingehalten. Allerdings nur für Menschen, von denen es kaum noch welche gibt, die meisten definieren und identifizieren sich als rechtlose Person.

Im Artikel 3 GG steht: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ Erstens steht hier Menschen, nicht Personen, und des Weiteren heißt es vor dem Gesetz, nicht nach dem Gesetz. Nach Anwendung des Gesetzes sind wir also nicht mehr gleich.

Als natürliche Person wiederum versteht man den Menschen selbst als Rechtssubjekt, dass bedeutet als Träger von Rechten und Pflichten. Seine Rechtsfähigkeit beginnt nach §1 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB mit seiner Geburt, also mit dem vollständigen Austritt aus dem Mutterleib.

Fassen wir also nach dem vielen Rechtsbegriffen folgendes kurz und knapp zusammen. Sie sind ein sprachbegabtes und sittliches Wesen als Mensch, jedoch nicht rechtsfähig. Dafür gibt es die natürliche Person. Wer kann eine natürliche Person erschaffen? Die Regierung? Natürlich nicht, das kann nur der Mensch. Die juristische Person hingegen wird von der Regierung über das Ausstellen einer Geburtsurkunde geboren. Persönliche Anmerkung meinerseits. Menschen haben eine Niederkunft, geboren werden nur Wertpapiere. Verstanden? Dann verpassen Sie uns eine Steuer-ID, später verpflichten sie uns zum Tragen eines Personalausweises, damit wir uns auch immer schön und brav mit der juristischen Person identifizieren, denn nur so können uns diese Blutsauger ausbeuten und nach ihren Vorstellungen be-handeln. Juristische Personen haben keine Menschenrechte, keine Bürgerrechte, keine Eigentumsrechte oder sonstigen Rechte, siehe §903 BGB:

„1Der Eigentümer einer Sache kann, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.“

Namenssachen haben ebenso keine Rechte, Sklaven haben ebenso keine Rechte, siehe Capitis deminutio maxima. Der unwissende Mensch führt in der