46. Wo standen die Säulen des Herakles?





Tacitus rechnete die Säulen des Herakles zu allem „Großartigen auf Erden“. Atlas soll die Säulen der Erde Herakles zum Tragen gegeben haben. Die Säulen des Atlas wurden so irgendwann nur noch als Säulen des Herakles bezeichnet. Wenn die Säulen also ursprünglich von Atlas stammen, sollte man sich fragen, wo Atlas gelebt haben könne, dann würde man auch sicherlich das Gebiet der Säulen des Herakles eingrenzen können. Atlas soll jedoch einer der Herrscher auf Atlantis gewesen sein, also auf Helgoland oder in dessen Nähe. Das würde wiederum, wie oft angenommen, Gibraltar ausschließen. Tacitus berichtet von Folgendem:

„Beide Stämme (die Groß- und die Kleinfriesen) bilden bis zum Ozean hin gleichsam den Saum des Rheines, und ihr Land umschließt außerdem noch unermessliche Seen, die auch von der römischen Flotte befahren wurden. Ja, sogar auf den Ozean haben wir uns dort hinausgewagt, und es hat sich die Kunde verbreitet, dass dort noch heute die Säulen des Herakles vorhanden seien, mag nun wirklich Herakles das Meer dort besucht haben oder mag es daher kommen, dass wir uns gewöhnt haben, alles großartige auf Erden mit seinen Heldentaten in Verbindung zu bringen. Auch Drusus Germanicus besaß verwegenen Mut, aber der Ozean sträubte sich dagegen, dass man zur gleichen Zeit in ihn und in Herakles einzudringen versuchte. Später hat niemand mehr den Versuch gewagt und es erschien frömmer und ehrfurchtvoller, an Taten der Götter zu glauben als ein Wissen davon zu gewinnen 34“.


Einige nehmen immer noch an, dass es sich bei den Säulen des Herakles um den weißen und den roten Felsen bei Helgoland handeln könnte. Unter den Säulen des Herakles verstanden die Alten aber zwei von Menschenhand errichtete Säulen, die vor dem Tempel des Herakles standen. Selbst Alexander der Große berichtete, er habe im fernen Osten Nachbauten der Säulen des Herakles erbaut. Es wäre also durchaus möglich, dass es sich bei den Säulen des Herakles um von Menschenhand erschaffene Säulen gehandelt hat, die auch schon Drusus Germanicus erforschen wollte, es ihm aber nicht vergönnt war. Warum muss ich persönlich nur die ganze Zeit an zwei andere Säulen denken, die vor dem Tempel des König Salomons in Jerusalem, Jachin und Boas. Vielleicht handelt es sich bei den Säulen Jachin und Boas um etwas Ähnliches oder nicht sogar Gleiches, wie bei den Säulen des Herkules, Tempelsäulen. Nun, warum konnte Drusus Germanicus die Säulen nicht erforschen. Die Antwort ist interessant und beinhaltet auch zugleich Hinweise auf deren Aufenthaltsort. Albinovanus Pedo hatte unter Germanicus gedient und schrieb, dass eine große Flottenexpedition im Jahre 16 nach Christus in große Seenot geriet. Ein großer Teil der Schiffe ging verloren, andere blieben im Schlamm des Wattenmeers stecken, sie waren in der Nähe der „Maß- und Umlaufsäulen an der äußersten Küste der Erde“. Auch Tacitus berichtet davon in seinen Annalen. Er schrieb, dass über 1.000 Schiffe in diesem Sturm verloren gingen, und dass dieser Verlust der römischen Schiffe bei den Germanen neue Hoffnungen auf den Krieg weckte. Man hatte hier das Germanenland beschrieben, das Wattenmeer sowie die Maß- und Umlaufsäulen.


Sie werden sehen, wie oft ich Ihnen in diesem Buch Textpassagen und Überlieferungen zitiere, die über Nordmeervölker sprechen, über das Wattenmeer, über deren Herkunft, deren Waffen und Geschicklichkeit, dass man sich wirklich fragen muss, ob es sich um reine Unwissenheit gewisser Kreise der Geschichtsforschung handelt, oder ob hier bewusste Ignoranz und Geschichtsfälschung betrieben wird, um die Geschichte des phantastischen und außerordentlich hochentwickelten Volkes der Germanen im Dunkeln zu halten oder zu vernichten? Sie dürfen sich dazu gerne Ihre eigenen Gedanken machen. Ich war gerade letzte Woche im Ägyptischen Museum in Berlin und fand eine große Vitrine mit Funden aus Medinet Habu, wo die große Völkerschlacht auf See gegen die Nordmeervölker stattfand. In der Vitrine habe ich auf Anhieb mit nur laienhaftem Auge erkannt, dass einige Artefakte von alten Germanen stammen. Wenn Sie sich zum Beispiel typisch keltische Muster auf Schmuck und Keramiken ansehen, treffen Sie überall und immer wieder in West- und Nordeuropa ein ganz bestimmtes Muster, dass der Doppelspirale. Genau dieses Muster befand sich dort auf einigen Keramiken, aber es wird nicht erzählt oder beschrieben, woher diese ursprünglich wirklich stammten.


Abbildung zeigt Atlas, wie er die Säulen an Herakles übergibt.

Und nur so nebenbei. Sämtliche Erzählungen über Herakles sind vermutlich aus alten Überlieferungen über den Beschützer der Menschheit "Thor" "Donar" entnommen.


Auszug aus dem Buch "Wenn das unsere Ahnen wüssten"

https://www.bod.de/buchshop/wenn-das-unsere-ahnen-wuessten-peter-freiherr-von-liechtenstein-9783752624656

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