55. Fakten über die Sintflut!




Man hat in Ninive ausgegrabene Tafeln entziffert, welche sich nun im britischen Museum befinden. Aus der Zeit der Chaldäer gibt es zwei Versionen der Sintflut-Sage, die eine kürzer, die andere wesentlich länger, wobei sie sich inhaltlich weitgehend gleichen. Die Ältere ist zugleich die kürzere, weshalb ich Ihnen die Ältere zitieren möchte.

Nachdem Obartes Elbaratutu gestorben war, regierte sein Sohn Xisuthros achtzehn Saren lang (64.000 Jahre). Unter seiner Regierung fand die große Sintflut statt, die in den heiligen Schriften wie folgt erzählt wird:





„Chronos erschien ihm im Schlafe und verkündete ihm, dass er fünfzehnten Tag des Monats Daisios alle Menschen durch die Flut verderben würde (Daisios entspricht dem assyrischen Monat Sivan, kurz vor der Sommer-Sonnenwende). Er befahl ihm daher, den Anfang, die Mitte und das Ende alles dessen, was geschrieben worden sei, zu nehmen und es in die Stadt der Sonne, in Sippara, zu vergraben; darauf sollte er sich ein Schiff bauen und dasselbe mit seiner Familie und seinen liebsten Freunden besteigen; in das Schiff solle er Vorräte zum Essen und Trinken mitnehmen und auch die Tiere, Vierfüßler wie Vögel in dasselbe einlassen und dann alles zur Schifffahrt vorbereiten. Und als Xisuthros fragte, wohin er sein Schiff lenken solle, antwortete ihm Chronos: „Zu den Göttern“, und begann zu beten, auf das sich noch alles zum Guten für die Menschheit wenden möge. Xisuthros tat wie ihm befohlen war, und er baute ein Schiff, fünf Stadien lang und fünf breit; er nahm alles mit sich, was ihm vorgeschrieben worden war, und brachte sein Weib, seine Kinder und seine besten Freunde in das Schiff. Nachdem die Flut nun gekommen, aber sich bald wieder verlaufen hatte, ließ Xisuthros einige Vögel frei. Diese aber kehrten zum Schiff zurück, denn sie fanden weder Nahrung, noch einen Ort, wo sie sich niederlassen konnten. Nach einigen Tagen ließ Xisuthros wieder fliegen, doch sie kehrten abermals zurück, den Schnabel voller Schlamm. Das dritte Mal freigelassen, kehrten sie nicht wieder, und Xisuthros schloss daraus, dass das Land trocken war. Er öffnete das Dach des Schiffes und sah, dass dasselbe auf dem Gipfel eines Berges feststand. Er stieg mit seinem Weibe, seiner Tochter und seinem Knecht heraus und baute einen Altar, auf dem er den Göttern opferte; und im selben Augenblick als das geschehen, verschwand er mit allen denen, die ihn begleitet hatten.

Nachdem nun diejenigen, welche im Schiff verblieben waren, Xisuthros nicht mehr zurückkommen sahen, stiegen auch sie aus, suchten ihn und riefen ihn bei seinem Namen. Ihn selber sahen sie aber nicht mehr; aber eine Stimme vom Himmel ließ sich hören, die ihnen befahl, demütig gegenüber den Göttern zu sein, denn der, der zu ihnen spräche, habe den Lohn der Frömmigkeit nunmehr empfangen, denn er sei zu den Göttern entrückt worden, in deren Mitte er fortan wohne, und auch sein Weib, seine Tochter und sein Knecht seien derselben Ehre teilhaftig. Die Stimme befahl ihnen ferner, nach Babylon zurückzukehren, und, den Bestimmungen des Schicksals nach, die in Sippara vergrabenen Schriften wieder auszugraben und den Menschen wieder bekanntzugeben. Die Gegend, in der man sich jetzt befinde, sei Armenien. Wie die Stimme befohlen, opferte man darauf den Göttern und ging zu Fuß nach Babylon. Von dem Schiffe des Xisuthros, welches in Armenien landete, ist ein seit desselben noch in den armenischen Bergen als Reliquie aufbewahrt, und die Pilger holen sich von dort Asphaltstücke, die sie von dem Wrack abbrechen, als Talisman gegen die Zauberei. Die Begleiter des Xisuthros aber kamen nach Babylon, erhoben die in Sippara vergrabenen Schriften, gründeten zahlreiche Städte, errichteten Tempel und bauten Babylon wieder auf.“


Von den Tafeln aus Ninive wurden Kopien vom assyrischen König Assurbanipal im 8. Jahrhundert vor Christus gefertigt, und zwar von einer sehr alten Urkunde aus der Bibliothek von Uruk. Die Stadt, die von einem der ersten chaldäischen Monarchen gegründet wurde. Man datiert dieses Reich mindestens auf das 17. Jahrhundert vor Christus, also lange vor der Bibel mit ihrem alten Testament. Die zweite Überlieferung auf den Tafeln im britischen Museum ist wesentlich umfangreicher, enthält jedoch etwas mehr und teilweise andere Detailbeschreibungen. So steht in der Schrift auf den Tafeln, dass das Schiff die Maße 600 Kuben Länge auf 60 Kuben Breite hatte. Während in der Ersten Überlieferung von einem eher rechteckigen großen Floß berichtet wird, beschreibt man in der Zweiten Überlieferung ein längliches Schiff mit Bug und Heck. In der Zweiten Überlieferung wird auch beschrieben, dass 3.600 Maß Asphalt von außen, und 3.600 Maß Asphalt im Inneren verwendet wurden. 3 x 3.600 Männer brachten Körbe mit Nahrungsmitteln. In der Zweiten Beschreibung wird auch der Berg mit Namen „Nizir“ beschrieben, auf dem das Schiff strandete. In der umfangreichen Überlieferung spricht man ebenso davon, dass der Erbauer und seine Familie zu den Göttern gebracht werden. Dieses Reich soll ein weit entfernter Ort an der Mündung der Ströme sein.

Beachten wir, dass in der obigen Erzählung von Chronos gesprochen wird. Er war nicht nur der Herr der Zeit, sondern herrschte auch laut vielen Überlieferungen auf Atlantis. Platon sieht Atlantis im atlantischen Ozean als unfassbar großen Kontinent. Die Beschreibung über Helgoland mit Basileia als Hauptstadt von Atlantis bezieht sich auf die letzte Ära von Atlantis, nachdem das Großreich bereits untergegangen war. Der Zerfall des Reiches soll laut Edgar Cayce circa 10.000 Jahre gedauert haben. Gehen wir nun einmal davon aus, dass es ursprünglich einen weiteren Kontinent, „Atlantis“, im Atlantik gab. Die Römer nannten den Atlantik mal so nebenbei auch das „Mare Chronium“. Die Benennung eines Namens für einen Berg, auf dem die Arche aufgelaufen sein soll, sagt jedoch nichts über den wahren Ort des Geschehens aus, denn in jeder Überlieferung der Sintflut werden überall andere Namen genannt. Immerhin hatte im alten Griechenland jeder griechische Stamm seinen eigenen Berg „Olympos“.


In der Abhandlung über „Die Syrische Gottheit“ wird auch von einer Sintflut berichtet. Dort wird berichtet, dass die vorsintflutlichen Menschen voller Trotz und Hochmut waren. Sie begingen Verbrechen, brachen Eide, verachteten das Gastrecht, weshalb sie von diesem Strafgericht heimgesucht wurden. In der indischen Rigveda finden wir ebenso einen Sintflut-Bericht:

Eines Morgens brachte man dem Manu Waschwasser, und als er sich darin gereinigt hatte, verblieb ein Fisch in seinen Händen, der ihn in folgenden Worten anredete: „Beschütze mich, so will ich dich erretten!“ „Von was willst du mich erretten?“ fragte Manu. „Eine Sintflut wird kommen und alle Kreaturen verderben; hiervon will ich Dich erretten.“


In einer anderen Überlieferung der Hindus, der „Purana“, spricht man auch von der Sintflut, jedoch ist der dortige Protagonist kein Fisch, sondern der König der Dastas, der Fischer mit Namen Satyravata, der Mann, der Gerechtigkeit und Wahrheit liebt. Dieser entspricht dem chaldäischen Khasisatra. Werfen wir einen Blick in diese Schriften, fällt uns eine besondere Stelle auf:


"Und Vishnu sprach zu Satyravata: „In sieben Tagen sollen die drei Welten überschwemmt werden.“


Im Alten Testament finden wir den gleichen Hinweis:


„In sieben Tagen will ich regnen lassen auf die Erde.“


Der Hinweis auf die drei Welten bezieht sich vermutlich auf den westlichen Kontinent Amerika, den östlichen Kontinent Europa und Asien sowie die Insel Atlantis. Der Gründer von Atlantis mit seinem Dreizack, Poseidon, ist identisch mit Neptun. Der Dreizack könnte durchaus für die Herrschaft über die drei Welten stehen.


In Griechenland existiert die Sage von Deukalion. Zeus hatte sich entschlossen, die Menschen des Bronzezeitalters, über deren Verbrechen er erzürnt war, zu verderben. Sein Vater Prometheus gab ihm den Rat einen Kasten zu bauen, in welchem er mit seinem Weib Pyrrha fliehen soll. Nachdem die Flut kam, schwamm dieser Kasten für neun Tage und neun Nächte auf dem Wasser. Schließlich landeten sie auf dem Berg Parnassus. Auch die Bewohner der Insel Kos haben ihren eigenen Helden auf dem Wasser. Ebenso berichten die Kreter von ihrem eigenen Noah namens Saison, welcher ein Sohn des Zeus gewesen sein soll. Im Bericht der indischen Rigveda wird von Manu gesprochen. Erinnern wir uns, dass der Begründer der Menschheit nach den Überlieferungen des Tacitus der germanische Gott Manus war.


Falls es dieses Ereignis nicht gegeben haben sollte, wie kann es dann sein, dass es global umspannend ähnliche Sagen gibt?


Als die Griechen den Ägyptern von ihrer Sage der Sintflut erzählten, antworteten die Ägypter, dass diese von der Sintflut und dem großen Brand durch den Phaeton verschont blieben. Sie sagten sogar, dass die Griechen kindisch seien, wenn sie diesem Ereignis so viel Gewicht beimessen, denn diese Sintflut hätte es auch an vielen anderen Orten gegeben. Sie seien nicht die Einzigen gewesen. Thot oder Hermes Trismegistos soll vor der Sintflut in Hieroglyphen und heiliger Schrift die Grundzüge aller Menschlichkeit niedergeschrieben haben. Da hier parallel von der Sintflut und dem Absturz des Phaeton gesprochen wird, ist anzunehmen, dass dieses Ereignis um 1.200 vor Christus geschehen sein muss, wobei sich andere Texte auf ältere Ereignisse bezieht, sodass davon auszugehen ist, dass eine Art Sintflut nicht nur einmal stattgefunden haben muss.



In Mexiko hieß Noah = Coxcox = Teocipactli = Tezpi. Er hatte sich mit seinem Weib auf eine Barke aus Zedernholz gerettet. Auch er nahm neben seinem Weib Kinder, Tiere, Pflanzen und Samen mit. Er ließ einen Geier nach Land suchen. Der Vogel nährte sich von den vielen Leichen, mit denen die Erde übersät war. Seine Barke landete auf dem Berg Colhuacan. Das Bild vom „Codex Vaticanus“, natürlich im Vatikan lagernd, gibt uns Aufschluss über dieses Szenario, welches lange vor der Geschichte Noah entstand.




Abb.: Codex Vaticanus


Im „Codex Vaticanus“ wird die Sonne als Nahui-Atl bezeichnet, womit wir wieder den Verweis auf „Atl-antis“ haben. Auch steht dort, dass in einer großen Sintflut die Bewohner an einem Tag vernichtet wurden.


Interessant erscheint uns der Katastrophenbericht der „Popul Vuh“ aus Zentral-Amerika. Dort spricht man vom Willen „Hurakans“. In diesem Bericht wird von der Verfinsterung der Erde gesprochen, von einer Sintflut, von einer Feuersbrunst und Stürmen. Noch heute sagt man in den USA „Hurrican“, bei uns „Orkan“, im spanischen „huracán“. Tauschen Sie das „h“ gegen ein „f“ erhalten wir das „furo, furio“ oder im englischen „hurry“, also rasen, wüten oder toben. Alles hat die gleiche Sprachwurzel, benannt nach dem mexikanischen Gott des Abgrundes. Das Volk der „Popul Vuh“ beschreibt ebenso, dass drei Könige nach Osten gingen, um ihre Königswürde zu bekommen und anschließend wieder zurückkehrten. Diese Überlieferung spricht ganz deutlich davon, dass im Osten von Mexiko ein weiteres Land existiert haben muss und sie von dort die Königswürde erhielten. Also ist davon auszugehen, dass das ursprüngliche Atlantis im Atlantik lag und Mexiko eine Art Kolonie darstellte, bzw. von Atlantis verwaltet wurde. Auch Plato spricht davon, dass die Könige von Atlantis auch über große Teile des gegenüberliegenden Festlandes herrschten.


Der Geschichtsschreiber Ixtlilxochitl der Tolteken berichtete, dass nach der Sintflut ein hoher Turm errichtet wurde, um sich auf diesen zu retten, falls eine erneute Katastrophe eintritt. Doch plötzlich wurden die Sprachen verwirrt, und da einer den anderen nicht mehr verstehen konnte, ging das Volk in verschiedene Teile der Erde auseinander. In diesem Bericht wird die Tiefe des Wassers auf 15 Faden angegeben, genau wie in der biblischen Genesis. Ebenso verlegen die Tolteken den Ursprung ihrer Wanderungen auf einen Ort namens „Atlan“. Was soll damit bitte anderes gemeint sein als Atlantis? Die Azteken und die Nahuatlaca behaupten ebenso aus „Aztlan“ zu stammen.


Uns ist bekannt, dass Atlas die Welt auf seinen Schultern trug. In den Überlieferungen der Chibchas in Bogota erscheint eine alte Überlieferung über ihren Gott Bochica und seine Frau Chia. Er war der Sonnengott, sie die Mondgöttin, gleich vielen anderen Sonnen- und Mondkulten. Der Untergebene Bochicas namens Chibchacum brachte ebenso eine Sintflut über die Menschen. Zur Strafe musste Chibchacum für ewige Zeit die Last der Welt auf seinen Schultern tragen.


In den Sagen der Chippeway-Indianer in Nordamerika hieß der Held „Menaboschu“. Dieser rettet ebenso viele Tiere und sendet einen Vogel aus, um zu erfahren, ob Land in Sicht ist.


In meinem letzten Band beschrieb ich auch das Volk der Mandan-Indianer, welche immer noch jedes Jahr die Ankunft eines weißen Mannes feiern, welcher die Sintflut überlebt hat. Sintflutsagen finden wir aber auch bei den Sioux, den Tschikasa, den Okanagu und anderen Stämmen.


Interessant war für mich als Mediziner, der die Lehre des Paracelsus, bzw. die neuere Form der Heptopathie nach Dr. Michael Dane in seiner Praxis anwendet, dass meine Anwendung des Siebensternes auf das chaldäische Reich zurückgeht. Dabei handelt es sich um einen Stern, der den sieben Wandelplaneten, bzw. den sieben Wochentagen folgt, denn jedem Wochentag ist ein Planet zugeordnet:


- Montag = Mond

- Dienstag = Thiw´s Tag = Mars

- Mittwoch = Merkur

- Donnerstag = Donars Tag = Thor = Jupiter

- Freitag = Freya´s Tag = Venus

- Samstag = Saturday = Saturn

- Sonntag = Sonne


Jedem Planeten, bzw. jedem Wochentag, bzw. jedem dieser Götter sind bestimmte Attribute zugeordnet. Paracelsus hat vor über 500 Jahren jedem Menschen eine Geburts-Signatur zugesprochen. Jeder Mensch wird im Zeichen eines oder mehrerer dieser Wandelplaneten geboren. Jede Pfanze, jeder Stein, jede Form, Farbe, jedes Jahr und Zahl werden ebenso einem dieser Signaturen zugeordnet.


Wobei bei diesem Siebenstern die Jahreszahlen im Uhrzeigersinn gelesen werden und nicht den Pfeilen folgen. 2020 war ein Mondjahr, 2021 ist ein saturnales Jahr, 2022 Jupiter, 2023, Mars, 2024 Sonne und 2025 Venus. Wenn man diese Jahre nach den Planetenherrschern deutet, dann haben wir im Jahr 2021 das Jahr, indem der Saturn richtet, ein hohes spirituelles Bewusstsein in sich trägt, das Alte gehen lässt und das Neue empfängt, ganz nach Chronos. „Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet. Ich bin der Geist, der stets hinterfragt, Platz für Neues schafft und Erneuert!“ 2022 herrscht der Jupiter, welcher das Göttliche und die schöpferische Kraft in sich trägt. Er ist der Gerechte, er stellt Soziales und Gemeinschaft über Monetarisierung, ist beliebt und rechtschaffen. 2023 wird das Jahr des Mars, zugleich Beschützer aber auch Krieger. Er ist diszipliniert, problemlösend hat eine starke Willenskraft. 2024 herrscht die Sonne. Der klare Durchblick erfolgt, das Erkennen und deutliche Wahrnehmen von verborgenen Strukturen stehen im Vordergrund, wobei die Sonne auch eine große Durchsetzungskraft innehat. Das Sonnenjahr trägt ein aufgeschlossenes Gemüt in sich und einigt sich mit dem Kosmos. 2025 steht ganz im Zeichen der Liebe, der Zuneigung zu seinen Artgefährten und einem Leben in Harmonie. Kreativität, Poesie, ausgeprägter Schönheitssinn und Musikalität werden von der Venus geprägt. Wenn wir uns die aktuelle Situation auf der Welt in Bezug auf die Wandelplaneten betrachten, scheint es so, als wäre der ganze geplante Spuk endgültig in 2025 zu Ende.

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